Plötzliches Auftreten von Kiefergelenkschwellung und eingeschränkter Mundöffnung: ein seltener Fall von Ganglienzyste

Eine präaurikuläre Schwellung, gefolgt von einer begrenzten Mundöffnung, kann eine herausfordernde Diagnose sein. Alle anatomischen Strukturen und verwandten Pathologien sollten untersucht werden. Eine 41-jährige Frau, die in die Notaufnahme gebracht wurde, klagte über eingeschränkte Mundöffnung, starke Schmerzen, die beim Kauen schlimmer waren, und Schwellungen über ihrem rechten Kiefergelenk (TMJ), die 3 Tage zuvor begonnen hatten. Die körperliche Untersuchung ergab eine lokalisierte Schwellung und Rötung über ihrem rechten Kiefergelenk. Ihre rechten Kaumuskeln waren beim Abtasten sehr schmerzhaft und zart. Die Mundöffnung war etwas eingeschränkt. Eine Computertomographie (CT) zeigte eine Ansammlung neben ihrem rechten Kiefergelenk, und reaktive Arthritis wurde diagnostiziert. Aspiration und Arthrozentese wurden durchgeführt, was zu einer sofortigen Verbesserung führte. Als die Symptome 6 Monate später wieder auftraten, zeigte die Magnetresonanztomographie (MRT) eine zystische Läsion neben dem Kiefergelenk. Unter Vollnarkose wurde eine Exzisionsbiopsie durchgeführt, und die pathologische Untersuchung ergab fibröses Bindegewebe mit pseudozystenartiger Bildung, das mit Ganglienzysten kompatibel ist. Dieser Fallbericht zeigt, dass ein CT-Scan zu einer falschen Diagnose führen kann, während ein MRT-Scan zur richtigen Diagnose führte, wodurch die Bedeutung der Wahl der richtigen Bildgebungsmodalität betont wird. Wenn ein pathologischer Prozess des Kiefergelenks vermutet wird, ist die MRT die Goldstandard-Bildgebungsmodalität, um die genaue Kiefergelenkpathologie zu diagnostizieren. Eine vollständige chirurgische Exzision der Ganglienzyste wird empfohlen, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Die endgültige Diagnose sollte schließlich durch die Kombination von Standard-Histologie und MRT-Befunden gestellt werden.

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