Muhammad Iqbal

Muhammad Iqbal wurde wahrscheinlich 1877 in Sialkot, Punjab, geboren, obwohl es einige Unsicherheiten über das Jahr seiner Geburt gibt. Er absolvierte das Government College in Lahore im Jahr 1899 mit einem Master in Philosophie. Er lehrte dort bis 1905 und etablierte seinen Ruf als Urdu-Dichter. In dieser Zeit drückte seine Poesie einen glühenden indischen Nationalismus aus, aber zwischen 1905 und 1908, als er an der Universität Cambridge promovierte, deutsche Universitäten besuchte und sich als Rechtsanwalt qualifizierte, kam es zu einer deutlichen Veränderung seiner Ansichten.Die Philosophien von Nietzsche und Bergson beeinflussten Iqbal zutiefst, während er der westlichen Zivilisation, die er als dekadent ansah, äußerst kritisch gegenüberstand. Er wandte sich zur Inspiration dem Islam zu und lehnte den Nationalismus als Krankheit des Westens ab. Er argumentierte, dass Muslime ihr Schicksal durch eine panislamische Bewegung finden müssen, die nationale Grenzen ignoriert. Er verurteilte auch den mystischen Trend des indischen Islam und beschuldigte ihn, die muslimische Gemeinschaft geschwächt und zu ihrem politischen Untergang geführt zu haben. Diese Ideen fanden kräftigen Ausdruck in den langen Gedichten Asrar-i-Khudi (Die Geheimnisse des Selbst) im Jahr 1915 und Rumuz-i-Bekhudi (Die Geheimnisse der Selbstlosigkeit) im Jahr 1918. Diese wurden in Persisch geschrieben, nicht Urdu, vermutlich, um seine Ideen ein Publikum in der muslimischen Welt außerhalb Indiens zu gewinnen.

Iqbal wurde 1922 von den Briten zum Ritter geschlagen, und sein Ruhm zog ihn zunehmend in das öffentliche Leben. Obwohl er kein aktiver Politiker war, wurde er 1926 in die Legislative des Punjab gewählt und 1930 zum Präsidenten der Moslemischen Liga ernannt. Zu diesem Zeitpunkt gefiel ihm der Traum von einer panislamischen Welt nicht mehr. Seine Aussage in seiner Präsidentenansprache, dass das „endgültige Schicksal“ der indischen Muslime darin bestehe, einen „konsolidierten nordwestindischen muslimischen Staat“ zu haben, wird als einer der frühesten Ausdrücke der Idee Pakistans angesehen.Iqbal war überzeugt, dass die Moslems von der hinduistischen Mehrheit in Gefahr waren, wenn Indien unabhängig werden sollte, und unterstützte Mohammad Ali Jinnah als Führer der indischen Moslems. In seinen letzten Jahren kehrte Iqbal als sein poetisches Medium nach Urdu zurück und veröffentlichte 1935 Bal-i-Jibril (Gabriels Flügel) und 1936 Zarb-i-Kalim (Der Stab des Moses). Sie wurden als Mangel an Energie und Inspiration seiner frühen Arbeit kritisiert. Er starb am 21.April 1938 in Lahore.

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