Kurzzeitfasten bei normalen Frauen: Keine Auswirkungen auf die Gonadotropinsekretion und den Menstruationszyklus

Ziel: Bei Männern und männlichen Affen wurde berichtet, dass ein Kurzzeitfasten einen wesentlichen Einfluss auf die Fortpflanzungsachse hat. In dieser Studie untersuchten wir die Auswirkungen eines kurzfristigen Fastens (72 Stunden) auf die Sekretion des weiblichen Fortpflanzungshormons und die Menstruationsfunktion.

Gestaltung: Die Studie bestand aus einem Aufnahmetag (Kontrolle), drei aufeinanderfolgenden Fastentagen (Fasten 1, 2 und 3) und einem Nachfütterungstag (Nachfasten). Acht normale Frauen im Alter von 21 bis 35 Jahren, die innerhalb von 10% des idealen Körpergewichts lagen, wurden während der Follikelphase ihres Menstruationszyklus 72 Stunden lang gefastet.

Messungen: Am Aufnahmetag, dem letzten Tag des Fastens und dem Tag der Nachfütterung wurden Blutproben in 10-Minuten-Intervallen von 0800 bis 2000 h zur Bestimmung des LH-Pulsmusters entnommen. Tägliche Bestimmungen von Immuno LH, FSH, Östradiol (E) und Progesteron (P) wurden während des gesamten Menstruationszyklus durchgeführt, in dem das Fasten auftrat.

Ergebnisse: Während der Fastentage bestätigten die konstant niedrigen Glukose- und Insulinspiegel im Serum, dass alle Probanden fasteten. Trotz tiefgreifender Stoffwechselveränderungen und eines signifikanten Gewichtsverlusts hatte das kurzfristige Fasten jedoch keine erkennbaren Auswirkungen auf die untersuchten Fortpflanzungshormone. Die basalen mittleren LH-Konzentrationen zeigten während des gesamten Studienzeitraums keine signifikanten Schwankungen. Die mittlere +/- REM-Anzahl der LH-Pulse betrug 13.4 +/- 1.5/12 h am Kontrolltag, 12.4 +/- 1.2/12 h (NS) am dritten Tag des Fastens und 11.0 +/- 1.5/12 h (NS) der Tag der Nachfütterung. Jede Frau behielt ein physiologisches Muster von LH bei, FSH, E und P während des gesamten Menstruationszyklus einschließlich des LH-Anstiegs; Ultraschallnachweis für normales Wachstum eines dominanten Follikels; und Zykluslänge im Einklang mit früheren Zyklen.

Schlussfolgerungen: Unsere Ergebnisse zeigen, dass trotz tiefgreifender Stoffwechselveränderungen ein 72-stündiges Fasten während der Follikelphase den Menstruationszyklus normaler radfahrender Frauen nicht beeinflusst. Es scheint, dass die weibliche Fortpflanzungsachse während dieser Phase des Zyklus resistenter gegen einen akuten Kalorienmangel ist als die von Männern oder männlichen Affen.

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