Kombinierter DTP-HBV-HIB-Impfstoff gegen separat verabreichte DTP-HBV- und HIB-Impfstoffe zur Primärprävention von Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Hepatitis B und Haemophilus influenzae B (HIB)

Hintergrund: Vorteile der Kombination von DTP-HBV- und HIB-Impfstoffen impfstoffe für Kinder umfassen die Verringerung der Anzahl von Besuchen, Injektionen und Beschwerden des Patienten, die Erhöhung der Compliance und die Optimierung der Prävention. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass routinemäßige Impfprogramme für Säuglinge eine Impfung gegen Haemophilus influenzae (H. influenzae) Typ B (HIB) in der kombinierten Impfung gegen Diphtherie-Tetanus-Pertussis (DTP) -Hepatitis-B-Virus (HBV) umfassen. Die Wirksamkeit und Sicherheit des Kombinationsimpfstoffs sollte sorgfältig und systematisch bewertet werden, um seine Akzeptanz in der Gemeinschaft zu gewährleisten.

Ziele: Vergleich der Wirksamkeit kombinierter DTP-HBV-HIB-Impfstoffe mit kombinierten DTP-HBV- und separaten HIB-Impfstoffen.

Suchmethoden: Wir durchsuchten das Cochrane Central Register of Controlled Trials (CENTRAL) (The Cochrane Library 2011, Issue 4), das das spezialisierte Register der Cochrane Acute Respiratory Infections Group, MEDLINE (Januar 1966 bis Woche 1, November 2011), EMBASE (Januar 1990 bis November 2011) und www.clinicaltrials.gov (bis April 2011).

Auswahlkriterien: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) oder Quasi-RCTs, in denen die Impfung mit einem kombinierten DTP-HBV-HIB-Impfstoff mit oder ohne drei Arten von inaktiviertem Poliovirus (IPV) oder gleichzeitiger oraler Polioimpfstoff (OPV) in beliebiger Dosis, Zubereitung oder Zeit verglichen wurde Zeitplan, verglichen mit separaten Impfstoffen oder Placebo, verabreicht an Säuglinge bis zu zwei Jahren.

Datenerhebung und -analyse: Zwei Review-Autoren überprüften unabhängig voneinander die durch die Recherchen identifizierten Referenzen und bewerteten sie anhand der Einschlusskriterien, extrahierten Daten und bewerteten die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien.

Hauptergebnisse: Daten für den primären Endpunkt (Prävention von Krankheiten) fehlten. Wir führten eine Metaanalyse durch, um die Ergebnisse von 20 Studien mit 5874 Teilnehmern in einer Immunogenitätsanalyse und 5232 Teilnehmern in der Reaktogenitätsanalyse zu bündeln. Es gab keine Daten zu klinischen Ergebnissen für das primäre Ergebnis (Prävention von Krankheiten) und alle Studien verwendeten Immunogenität und Reaktogenität (unerwünschte Ereignisse). Die Anzahl der Impfstoffdosen unterschied sich signifikant zwischen den Studien. Heterogene Interventionen, Studienort, Gesundheitsumfeld und die Kombination von Forschung an unterschiedlichen geografischen Standorten können zu Verzerrungen führen. Das Risiko einer Verzerrung war in den meisten eingeschlossenen Studien unklar. Vergleiche fanden wenig Heterogenität. In zwei immunologischen Reaktionen erreichte der Kombinationsimpfstoff ein geringeres Ansprechen als die separaten Impfstoffe gegen HIB und Tetanus. Bei Pertussis, Diphtherie, Polio und Hepatitis B wurden keine signifikanten Unterschiede in der Immunogenität festgestellt. Geringfügige unerwünschte Ereignisse wie Schmerzen und Rötungen traten bei Kindern, die den Kombinationsimpfstoff erhielten, häufiger auf. Insgesamt sprechen die Ergebnisse eher für den DTPw-Impfstoff (Diptheria-Tetanus-whole Cell Pertussis) -HBV-HIB-Impfstoff als für den DTPa-Impfstoff (Diptheria-Tetanus-azelluläre Pertussis) -HBV-HIB-Impfstoff im Vergleich zu den separaten Impfstoffen (Wirkungsgröße: Risikoverhältnis (RR) 1,43; 95% -Konfidenzintervall (CI) 0,98 bis 2,10 für 5269 Teilnehmer).

Schlussfolgerungen der Autoren: Wir konnten nicht den Schluss ziehen, dass die durch den Kombinationsimpfstoff ausgelösten Immunantworten sich von den separaten Impfstoffen unterschieden oder diesen entsprachen. Es gab signifikant weniger immunologische Reaktion für HIB und Tetanus und mehr lokale Reaktionen in den kombinierten Injektionen. Diese Unterschiede beruhen jedoch hauptsächlich auf jeweils einer Studie. Die Studien verwendeten keine Intention-to-Treat (ITT) -Analyse, und wir waren uns nicht sicher über das Risiko einer Verzerrung in vielen der Studien. Diese Ergebnisse sind daher nicht schlüssig. Studien, die sich nach Möglichkeit mit klinischen Endpunkten befassen, sollten unter Verwendung der richtigen Methodik und einer ausreichend großen Stichprobengröße durchgeführt werden.

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