Haardichte bei Afroamerikanern

Hintergrund: Die mageren Daten zur normalen Haardichte beim Menschen wurden von einer überwiegend weißen Bevölkerung gesammelt. Die Untersuchung von Kopfhautbiopsien von Afroamerikanern legt nahe, dass die Haardichte in dieser Gruppe niedriger sein kann als bei Weißen. Diese Studie wurde durchgeführt, um Unterschiede zwischen weißen und afroamerikanischen Patienten zu quantifizieren.

Design: Eine retrospektive Fallserie von Probanden, die sich einer Biopsie klinisch gesunder Kopfhaut unterzogen hatten. Die 4-mm-Stanzbiopsien wurden geschnitten, und alle in den Proben enthaltenen Follikel wurden auf verschiedenen Ebenen (Suprabulbar, Isthmus und Infundibulum) gezählt, um die Anzahl und Art der vorhandenen Haare zu ermitteln.

Einstellung: Ambulanz in einem tertiären medizinischen Zentrum. Patienten: Eine aufeinanderfolgende Stichprobe von 22 afroamerikanischen und 12 weißen Patienten mit klinisch gesunden Kopfhaut-Hautproben, die untersucht und mit zuvor gemeldeten Daten verglichen wurden.

Wichtigste Ergebniskennzahlen: Alter und Gesamtzahl der Follikel der Patienten, terminale Follikel, Vellusfollikel, terminale Anagenhaare und terminale Telogenhaare.

Ergebnisse: Die Gesamthaardichte (Anzahl der Follikel pro 4-mm-Stanzbiopsie) und die Gesamtzahl der terminalen Follikel und terminalen Anagenhaare waren bei Afroamerikanern signifikant niedriger (P<.001) als bei Weißen und in einer zuvor gemeldeten, überwiegend weißen Bevölkerung.

Schlussfolgerungen: Die Haardichte bei Afroamerikanern ist signifikant niedriger als bei Weißen, was bei der Auswertung einer Biopsie eines afroamerikanischen Patienten berücksichtigt werden muss. Daten, die zuvor von weißen Patienten gesammelt wurden, bieten möglicherweise keine ausreichende Anleitung bei der Bewertung von Kopfhautbiopsien von Afroamerikanern und könnten zu einer falschen Diagnose führen.

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