Diurnal Mood Variation in Melancholic Patients and Healthy Controls

Abstract

Bei 30 melancholischen Patienten und 21 gesunden Kontrollen wurde die diurnal mood Variation an 3 aufeinanderfolgenden Tagen um 7.30 Uhr, 11.30 Uhr, 3.30 Uhr und 7.30 Uhr untersucht. Tägliche Kurse ohne Variation oder mit einer sogenannten typischen Variation (morning low , nachmittags-/Abendhoch) traten in beiden Stichproben mit gleicher Häufigkeit auf. Circadiane Stimmungsschwankungen variieren sowohl bei depressiven Patienten als auch bei gesunden Kontrollpersonen erheblich inter- und intraindividuell. Die Kontrollen berichteten jedoch häufiger über kurze (ultradiane) Stimmungsschwankungen als die Patienten. Anhand eines semistrukturierten Interviews wurde die subjektive Erfahrung der täglichen Stimmungsschwankungen verglichen: Bei melancholischen Patienten treten Stimmungsschwankungen in mehr als der Hälfte aller Fälle spontan auf, während gesunde Kontrollen sie fast ausschließlich auf ihre eigenen Aktivitäten und / oder äußeren Umstände zurückführen. Es wird diskutiert, ob ‚typische‘ Tagesschwankungen bei melancholischen Patienten in der früheren psychopathologischen Literatur nicht wegen ihrer Häufigkeit hervorgehoben wurden, sondern weil Patienten den zirkadianen Stimmungsrhythmus als unbeeinflusst empfinden.

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